Hunde gab es in meiner Familie schon immer, ob zu Hause oder bei meinen Großeltern, wo ich auf einem Dorf aufgewachsen bin. Meinen ersten eigenen Hund bekam ich 1996, einen Staffordshire Bullterrier namens „Daisy“, für den ich auch einen Sachkundenachweis ablegen musste. Die Erziehung von ihr war recht einfach und wir kamen gut zurecht. Sie begleitete mich 15 Jahre lang.

2006 kam zu Daisy noch Abby hinzu, unsere liebenswert „sture“ aber händelbare englische Bulldogge, unsere „Chefin“ zu Hause. In ihrer Jugend war sie immer im Reitstall an meiner Seite, auch Ausritte machte sie mit mir. Ihren Lebensabend verbrachte sie gerne auf der Couch oder bei schönem Wetter in ihrem Planschbecken, bis wir 2016 voneinander Abschied nehmen mussten.

2012 entschieden wir uns, wieder einen Zweithund anzuschaffen, diesmal aus dem Tierschutz. Bei der Suche bin ich im Internet auf die Hundehilfe Russland gestoßen. Ich war so fasziniert dass ich den kleinen Gismo, Schäfermix,4 Monate, adoptiere und gleichzeitig als Mitglied in dem Verein aktiv wurde.

So kam er nun, der kleine Gismo, und er wurde im größer und schwieriger an der Leine zu halten, auch andere Hunde duldete er nicht. Auf der Suche nach einer Lösung, empfahl mir eine Kollegin der Hundehilfe meine private Hundetrainerin Carmen Trautmann (Hunterbunt), bei der ich heute immmernoch lerne. Dort lernte ich eine ganz neue Art des Hundetrainings kennen, ohne Gewalt, Unterdrückung und Strafe. Auch den Clicker lernte ich kennen, mit dem ich heute noch gerne arbeite.

Gismo lernte schnell und es wurde besser und besser, bis er 2013 krank wurde. Was genau es war, konnten mir die Ärzte nicht erklären, er starb in meinen Armen, mein kleiner Mann.

Mir ging es schlecht und ich fühlte mich als Versager, ich wollte doch einem kleinen Straßenhund ein schönes Leben ermöglichen.

Da sah ich ihn bei uns auf der Homepage: einen kleinen verlassenen Rüden, meinen Sam. 2013 kam er aus Russland und ich gab damit einer neuen Seele ein Zuhause. Es war die beste Entscheidung. Er begleitet mich fast überall hin, ob abends zum Essen gehen oder wenn wir Aktivitäten mit den Kindern machen. Auch zu meinen Seminaren begleitet er mich.

Von Anfang an begleitet mich meine Trainerin und ich nehme bis heute bei ihr erfolgreich Einzelunterricht. Ich bin froh, zum positiven Hundetraining gefunden zu haben und möchte nun mein Erlerntes weitergeben. Ich besuche weiterhin regelmäßig Seminare um mich fortzubilden. Durch die langjährige Erfahrung im Auslandstierschutz habe ich besonderen Bezug zu Hunden mit Angstverhalten und ähnlichen Problematiken.

M. Linnenberger

p.s.: ohne Hund, ohne Mich